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Grünes Band an der Comburgstraße

Grünes Band an der Comburgstraße

Stadt legt zwei Planungsvarianten vor – Kosten liegen bei 3,5 Millionen Euro – Die Straße wird über das Fuchshofareal an den Grünen Ring angedockt.

Bäume säumen die Straße, die großen Wohnblocks dahinter sind kaum erkennbar. Auch gegenüber auf der Hartenecker Höhe sind alte Platanen erhalten geblieben. Man könnte den Eindruck bekommen, dass hier die Stadt endet. Dahinter sind Felder, Wiesen, Fußballplätze.

Doch der Eindruck täuscht. Seitlich der Comburgstraße erstreckt sich auf dem Gelände der Hartenecker Höhe eines der größten neueren Wohngebiete, auf der anderen Straßenseite neben einem kleinen Park liegen Kirche und Gemeindehaus von St.Paulus und hinter den Bäumen verbergen sich zahlreiche ältere Wohnblocks.

Grün soll die Gegend bleiben. „Da mischen wir richtig mit.“ Nicole Preußner vom Fachbereich Grünflächen der Stadt freut sich darüber, wenn mit der Umgestaltung der Comburgstraße eine weitere Lücke im Grünen Ring geschlossen wird. Der Ausbau wird zwar noch eine Weile auf sich warten lassen, weil erst ab 2017 an Baumaßnahmen gedacht ist. Doch die Pläne liegen jetzt auf dem Tisch. Zwei Varianten sind es – beide setzen auf Grün sowie auf Fuß- und Radwege.

Die Landschaftsarchitektin wäre für den Plan zu haben, der eine durchgängige Allee mit viel Grün entlang der Straße und einem von der Straße abgesetzten Radweg vorsieht. Schließlich verläuft hier, wie in den Unterlagen für den Gemeinderat dargelegt wird, eine der zehn Radrouten, die Ludwigsburg ausbauen will. Die nur noch sechs Meter breite Fahrbahn ließe sich für alle gut überqueren. Wo heute noch wild geparkt wird, sollen trotz Grün noch 35 Parkplätze für Autos angelegt werden. Doch entschieden ist noch nichts.

Den Stadträten ist auch eine zweite Variante für die Umgestaltung vorgelegt worden, die die Straße mit 9,30 Metern breiter lässt und eher auf Baumgruppen setzt. Auch in dieser Variante werden Schutzstreifen für Radfahrer und 35 Stellplätze angeboten. Beide Ausbaumöglichkeiten werden nun den direkt betroffenen Bürgern bei einer Infoveranstaltung vorgelegt. Der Gemeinderat könnte dann bis Ende des Jahres entscheiden.

Als Idee hinter den Planungen steckt der Grüne Ring. In den 1960er Jahren sollte die Comburgstraße noch zu einer stark befahrenen Osttangente ausgebaut werden und zigtausende Autos täglich aushalten – was nie verwirklicht wurde und heute sogar den Vorteil hat, dass viel Grün geblieben ist. Nur deshalb hat sich ein breiter Pflanzstreifen erhalten, der auf der Seite zum Schlösslesfeld nur über eine einzige Straßenanbindung verfügt. Private Grünflächen schließen sich an die öffentlichen direkt an.

Es ist ein erster Schritt im Lückenschluss des Grünen Rings. Ein zweiter Bauabschnitt für die Comburgstraße soll folgen, der – so die bisherigen Überlegungen – mit dem Kreisverkehr an der Einmündung zur Schorndorfer Straße einen der schwierigen Teile beinhaltet. Im Bauausschuss hatten CDU und SPD gefordert, die Planung für die Anbindung der Comburgstraße vor bis zur Schorndorfer Straße weiterzutreiben.

Wer dort steht und über die Schorndorfer Straße hinweg schaut, erkennt, wo der Grüne Ring sich fortsetzt. Im Fuchshofareal sind heute Äcker, Kleingartenanlagen und Gärtnereien. Auch das gehört zum Grünen Ring – allerdings sollen dort Wohnungsbau und Grün Platz finden. Denkbar wäre, Urban Gardening anzubieten. „Da sind wir noch ganz am Anfang“, betont Preußner im Gespräch mit unserer Zeitung.

Weitere Lücken hat der Grüne Ring in der Weststadt, unter anderem in der Schlieffenstraße. Dort sind zahlreiche Parkplätze, die Stadt könnte sich stattdessen Freiflächen mit Fuß- und Radwegeverbindungen vorstellen.

Auch beim Salonwald, der ein wichtiger Bestandteil des Grünen Rings ist, wartet eine Aufgabe. Dort ist die Grüne Bettlade, ein barockes Gartendenkmal, das geschützt ist und eigentlich zur ursprünglichen Schlossanlage gehört. Es ist mehr eine Wunde als ein Denkmal im Stadtbild. Es sollte seit langem saniert werden. „Durch die verstärkte Baumpflege ist der historische Zustand jetzt besser wahrnehmbar“, so Preußner. Nun soll die Fläche innerhalb und außerhalb des Buchenhains mit Natursteinen ausgelegt werden, damit es weniger Parkplatz, sondern mehr Denkmal ist.

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