Hartenecker Höhe,, Neubaugebiet,, Fernwärme,

Aktiv in Sachen Energiewende: In Ludwigsburg tagen derzeit Experten

Aktiv in Sachen Energiewende: In Ludwigsburg tagen derzeit Experten

Für das Gelingen der Energiewende spielen Kommunen eine zentrale Rolle. Was sie dabei tun können, ist Thema einer Tagung in Ludwigsburg. Die Stadt geht mit gutem Beispiel voran: Sie ist für den deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert.

Den Namen "MUSIC" würde wohl keiner mit Energiewende in Verbindung bringen. Tatsächlich ist es eine englischsprachige Abkürzung, die übersetzt "Klimaschutz im Stadtraum: Lösungen für innovative Städte" bedeutet. Fünf Städte - Aberdeen, Gent, Montreuil, Rotterdam und Ludwigsburg - haben in dem Projekt der Europäischen Union zusammengearbeitet, um sich in verschiedenen Ansätzen mit Energiefragen zu beschäftigen. Am Mittwoch fand die Abschlusstagung mit 35 Teilnehmern in der Musikhalle in Ludwigsburg statt.

Im Mittelpunkt des ganztägigen Expertentreffens standen zwei Instrumente: Das eine ist eine neue Methode zur Beteiligung von Bürgern sowie Akteuren und Fachleuten einer Kommune, etwa wenn es um Entwicklungen in einem bestimmten Quartier geht. Das andere ist ein Hilfsmittel der Stadtplanung, das umfassende Informationen über die Energiesituation vor Ort bietet - von Geothermiepotenzialen bis Solarkatastern.

FernwaermeDie Tagung fand nicht von ungefähr in Ludwigsburg statt. Die Stadt blickt dieses Jahr auf das zehnjährige Bestehen ihres Konzepts zur nachhaltigen Stadtentwicklung zurück und hat eine "Woche der Nachhaltigkeit" ausgerufen. Ihre Aktivitäten in Sachen nachhaltige Energiestrategie sind vielfältig. Herausragende Projekte sind das Holzheizkraftwerk der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim, das größte in Baden-Württemberg, das jährlich 20.000 Tonnen CO2 einspart und Wärme in das Fernwärmenetz der Stadt einspeist, oder das Neubaugebiet Hartenecker Höhe, dessen Gebäude durch Vorgaben beim Grundstücksverkauf und ein Förderprogramm einen sehr hohen energetischen Standard haben.

Die Energiepolitik wird in Ludwigsburg auch als wichtige Voraussetzung gesehen, um in den Genuss von Fördergeldern von Land, Bund und EU zu gelangen - wie bei MUSIC -, und als ein Standortfaktor. Im Gegensatz dazu sieht die Industrie in Baden-Württemberg die Umsetzung der Energiewende übrigens immer skeptischer und beklagt die hohen Stromkosten sowie Probleme bei der Versorgungssicherheit.

In Ludwigsburg darf man derweil eine Auszeichnung nach der anderen entgegennehmen: Die Stadt hat den "European Energy Award" in Gold erhalten, den "E-Bike-Award" für sein Pedelec-Konzept und ist für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 nominiert (als eine von drei Städten in der Kategorie nachhaltigste Städte mittlerer Größe).

Und heute gehts in der Musikhalle gleich weiter: An diesem Donnerstag werden sich Fachleute über "Nachhaltiges Bauen - Strategien für Bund, Land und Kommunen" unterhalten - auch in diesem Fall im Rahmen eines EU-Projekts.

Quelle:Bietigheimer Zeitung

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